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Dachplanung

Viele Bauherren träumen von einem ausgebauten Dachgeschoss mit hohen Decken, großzügigem Raum und Lichteinfall. Sie auch? Damit Ihr Dach Sie sowohl von innen als auch außen begeistert, braucht es von Anfang an ein durchdachtes Konzept. Wie soll das Dachgeschoss genutzt werden? Wie sollen die Räume aufgeteilt werden? Sind Austritte ins Freie gewünscht und welche Dachform und -eindeckung soll umgesetzt werden? Setzen Sie Ihrem Haus sprichwörtlich die Krone auf!

Die gängigsten Dachformen

Fragen Sie sich, welches Dach am besten zu Ihrem Haus passt? Verständlicherweise keine leichte Entscheidung, schließlich soll Ihr Dach nicht nur Schutz bieten, sondern auch den Charakter des Hauses  unterstreichen. Neben Ihrem persönlichen Geschmack sind auch die im Bebauungsplan festgeschriebenen Auflagen, die Hauskonstruktion, die geplante Nutzung des Dachgeschosses und nicht zuletzt der Preis zu berücksichtigen.

Satteldach

Das Satteldach ist in Deutschland am weitesten verbreitet. Es ist architektonisch unkompliziert und gewährt dem Mauerwerk darunter guten Schutz. Gauben lassen sich im Nachhinein problemlos einbauen.

Schleppdach

Ein Schleppdach ist eine Fortsetzung der Dachfläche weit über die Außenmauern hinaus. Die Fläche unter dem Schleppdach ist geschützt und kann ideal als Hauseingang, Carport, Wintergarten oder  Lagerfläche genutzt werden.

Walmdach und Zeltdach

Beim Walmdach und beim Zeltdach gibt es auf allen vier Gebäudeseiten geneigte Dachflächen. Das quadratische Zeltdach besitzt vier gleichförmige Dachseiten und keinen Dachfirst. Das Walmdach hingegen hat zwei gleichförmige Dachseiten.

Gründach

Dachbegrünungen verbessern das Klima im und ums Haus. Die Pflanzenschicht dämmt das Gebäude zusätzlich. Die Lebensdauer des Daches wird durch die Begrünung verlängert – es ist vor UV-Strahlen geschützt und Temperaturschwankungen weniger ausgesetzt. Sowohl Flachdächer als auch Steildächer (bis zu einem Winkel von 45°) können bepflanzt werden.

Pultdach

Das Pultdach ist die simpelste Ausführung eines Steildaches und deswegen relativ günstig. Eine Sonderform ist das versetzte Pultdach. Es sieht aus wie ein Satteldach, mit dem Unterschied, dass eine Dachschräge über die andere hinausragt und so zusätzlicher Lichteinfall entsteht.

Flachdach

Der große Vorteil eines Flachdaches ist, dass es keine Dachschrägen gibt und der Wohnraum besonders effizient umgebaut werden kann. Insbesondere bei kleinen Grundstücken ist das Flachdach eine interessante Option, weil die Fläche auch als Garten oder Terrasse nutzbar ist.

Die wichtigsten Begriffe zum Dach: vom First bis zur Traufe

  1. Hauptdachfläche
  2. Walmdachfläche
  3. Krüppelwalm
  4. First
  5. Traufe
  6. Grat
  7. Kehle
  8. Ortgang (Giebelkante)
  9. Giebelwand
  10. Gaube

Dachgauben

Eine Gaube als Dachaufbau macht nicht nur optisch etwas her: Mit ihr lässt sich der Wohnraum erweitern und durch die Fenster vermehrt Licht ins Dachgeschoss bringen. Gegenüber herkömmlichen Dachfenstern haben Gauben den Vorteil, dass Sonnenstrahlen nicht senkrecht auf die Fensterfläche treffen, was verhindert, dass sich die Luft zu stark aufheizt.

Schleppgaube

Schleppgaube

Die Schleppgaube ist eine der einfachsten und ältesten Gaubenformen. Man findet sie an modernen Gebäuden, aber auch an älteren Häusern, deren Dachböden ehemals als Lagerräume dienten. Charakteristisch ist das Rechteck an der Stirnseite, über dem ein flach geneigtes Dach liegt. Da das Dach der Schleppgaube in einem flacheren Winkel als das Hauptdach abstehen muss, sollte diese Art von Gaube nur auf ausreichend steilen Dächern zum Einsatz kommen.

    Flachdachgaube

    Flachdachgaube

    Die Flachdachgaube sieht der Schleppgaube recht ähnlich, sie ist jedoch noch flacher. Ihre Dachneigung liegt zwischen 3 und 5°. Aufgrund ihrer schlichten Form ist die Flachdachgaube sowohl für klassische als auch moderne Dachformen geeignet. Die geringe Neigung führt dazu, dass die Flachdachgaube nicht mit klassischen Ziegeln eingedeckt werden kann. In der Regel fällt die Wahl auf Metalle wie Kupfer oder Titanzink.

      Satteldachgaube

      Satteldachgaube

      Die Satteldachgaube, häufig auch Giebelgaube genannt, ist in ihrer Konstruktion recht schlicht: Zwei gegeneinander geneigte Flächen formen die Dachfläche, deren First gerade zum Hauptdach verläuft. An den Seiten befinden sich kleine Gaubenwangen; die Fensterfront bildet ein Rechteck. Ein ausreichend geneigtes Hauptdach (ab ca. 30°) ist Voraussetzung, damit Satteldachgauben eingebaut werden können.

        Spitzgaube/Dreiecksgaube

        Spitzgaube/Dreiecksgaube

        Die Spitzgaube besteht wie die Satteldachgaube aus zwei gegeneinander geneigte Flächen. Die Front bildet hier ein Dreieck, was einen interessanten Blickfang erzeugt und in der modernen Architektur gerne verwendet wird. Da die Front der Spitzgaube etwas kleiner ausfällt als bei anderen Gaubenarten, dringt folglich auch weniger Licht in die Räume.

          Walmdachgaube

          Walmdachgaube

          Die Walmdachgaube ist optisch an die Satteldachgaube angelehnt, die Stirnseite ist dabei ganz oder teilweise abgeschrägt – im Fachjargon: abgewalmt. Statt einem klar hervortretenden Giebel sorgt der Walm für einen dezenten Übergang. Dabei werden First und seitliche Dachflächen verkürzt bzw. verkleinert. Im Normalfall wird der Walm in der gleichen Neigung wie das Hauptdach ausgeführt.

            Trapezgaube

            Trapezgaube

            Ihre auffällige Geometrie hat der Trapezgaube zu ihrem Namen verholfen: Die ausgestellten Gaubenwangen bilden ein Trapez und sorgen im Inneren für zusätzlichen Wohnraum. Aufgrund ihrer Ausführung ist die Trapezgaube vorrangig für größere ­Dächer geeignet.

              Rundgaube

              Rundgaube

              Bei der Rundgaube unterscheidet man zwischen zwei Arten: der Segmentbogen- und der Tonnendachgaube. Bei der Segmentbogengaube beschreibt das Dach einen Kreisausschnitt, der auf den Gaubenwangen aufliegt, bei der Tonnendachgaube einen Halbkreis mit nahtlosem Übergang. Aufgrund der besonderen Form eignet sich für die Eindeckung Metallblech wie Titanzink oder Kupfer.

                Fledermausgaube

                Fledermausgaube

                Die Fledermausgaube zeichnet sich durch ihre auffallend geschwungene Form aus. Im Gaubenbereich ist die Dachfläche leicht angehoben, sodass unter der geschwungenen Oberkante eine halbrunde Öffnung entsteht. Da es keine senkrechten Flächen gibt, ist der Übergang zwischen Gaube und Dach fließend. Der Raumgewinn durch die Fledermausgaube ist geringer als bei anderen Gaubenarten, dafür schafft sie ein harmonisches Gesamtbild.

                  Nachträglicher Einbau einer Gaube

                  Wollen Sie nachträglich eine Dachgaube einbauen, müssen Sie die Bauordnung Ihres Bundeslandes beachten. Fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach! Dort bringen Sie schnell in Erfahrung, ob eine  Baugenehmigung benötigt wird oder nur ein Kenntnisgabeverfahren erforderlich ist. Außerdem erfahren Sie, welche Auflagen zu erfüllen, welche Bauvorlagen anzufertigen und welche Anträge einzureichen sind. Prüfen Sie vor Baubeginn die Bausubstanz und klären Sie, ob sich der Dachstuhl in einem einwandfreien Zustand befindet bzw. für eine Gaube geeignet ist.

                  Dacherker

                  Während eine Gaube meist hinter der Außenwand auf den Dachsparren sitzt, steht der Dacherker in einer Flucht mit der Gebäudelängsseite und schließt direkt mit der Hauswand ab. Erker sind eigenständige Dachkonstruktionen, Gauben eingebaute Elemente. Ein Dacherker kann mehrgeschossig ausgeführt sein, sodass sich deutlich mehr Wohnraum gewinnen lässt. Die Firsthöhe muss dabei allerdings unterhalb des Hauptdaches bleiben, andernfalls spricht man von einem Kreuzdach. Ist ein Übergang vom Hausdach zum Dacherker möglich, bietet sich die Eindeckung mit dem gleichen Material an. Je nach Bundesland wirkt  sich der Bau eines Erkers etwa bei der Berechnung der Abstandsflächen auch baurechtlich aus – Anders ist es bei einer Gaube. Zudem verändern Dacherker die Dachlandschaft stärker als einfache Gauben. Vor der Planung sollten Sie allerdings bei Ihrer zuständigen Behörde nachfragen. Wer mit einer Baufirma oder mit einem Architekten baut, hat bereits einen Experten an seiner Seite, der sich um entsprechende Genehmigungen kümmert.

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